Geschichten aus dem Gründungszentrum Zukunft Lausitz


„Zur Tenne“

Es ist der 15. Mai 2020 und Liane Deutsch bekommt endlich wieder Buchungsanfragen. Corona sorgte auch in den Ferienwohnungen „Zur Tenne“ für Leerstand, mittlerweile ist sie aber wieder für Monate ausgebucht. 

Für ihre Geschichte aus dem Gründungszentrum Zukunft Lausitz hat sie sich ein paar Minuten Zeit genommen. 

 

Bitte sei so gut und stelle dich uns kurz vor. 

Mein Name ist Liane Deutsch, ich bin examinierte Altenpflegerin mit einer zusätzlichen Ausbildung zur Krankenschwester. Ich war jahrelang in einem Altenheim tätig, stieg erst zur Stationsleiterin und später zur stellvertretenden Pflegedienstleiterin auf. 

Mit der Zeit merkte ich aber, wie sehr mich diese Arbeit sowohl seelisch als auch körperlich krank machte. So entschied ich mich während meiner Schwangerschaft umzuschulen zur Kauffrau im Gesundheitswesen. Allerdings konnte ich in diesem Bereich partout keinen neuen Job finden. Also stellte sich wieder die Frage: Wie geht es weiter?

Meine Eltern besaßen damals ja schon einige Ferienwohnungen, nur aus dem alten Spreewaldhaus, das aus dem Jahre 1906 stammt, wurde bis dahin nichts gemacht. 

Also nahm ich es mir vor. Wir haben es kernsaniert und ausgebaut und für die Gäste schön aufbereitet. Dann entstand noch die Idee eines kleinen Imbiss und daran arbeiten wir gerade. 

 

Was hat dich zur Gründung deines Unternehmens bewogen? 

Um ehrlich zu sein: so gern ich meinen ursprünglichen Job auch gemacht habe, die Bedingungen die teilweise herrschten, erschwerten mir das Arbeiten in diesem Bereich sehr. Ich geriet immer mehr ins Grübeln und war noch dankbarer für meine Schwangerschaft. Schließlich zwang sie mich, mir die Frage nach der Zukunft zu stellen. 

Da ich meinen Eltern in den Ferien häufig aushalf, wusste ich auch, was auf mich zukommt und dann war da dieses Grundstück mit dem alten Haus, aus dem unbedingt etwas gemacht werden musste. 

 

Welche Stolpersteine musstest du auf dem Gründungsweg überwinden?

Es gab gar nicht viele. Ich war damals arbeitslos, sprach mein Vorhaben im Jobcenter an und wurde dann zum Gründungszentrum Zukunft Lausitz geschickt. Dank Matthias Guttke war alles recht einfach. Er konnte mir immer weiterhelfen, auch als es mit den Genehmigungen etwas komplizierter wurde. 

 

Wie hat dir das Gründungszentrum Zukunft Lausitz geholfen?

Dank des Gründungszentrums geriet ich an Matthias Guttke. Er war mein Coach und immer an meiner Seite. Auch so bekam ich viel Hilfe und wurde mit wichtigen Fakten beliefert. 

 

Was gefällt dir am Gründerdasein?

Du bist dein eigener Chef und musst dir von niemandem etwas sagen lassen. Außerdem fällt mir die Interaktion mit den Menschen sehr leicht und macht mir großen Spaß. 

 

Hast du Tipps für angehende Gründer?

Erkundigt euch vorher ganz genau und nehmt die Angebote vom Gründungszentrum Zukunft Lausitz wahr. Hier gibt es Hilfe, Ratschläge und Unterstützung. Ich selbst habe auch erst im Erstgespräch mit Yvonne festgestellt, dass ich auf dem richtigen Weg bin.