Geschichten aus dem Gründungszentrum Zukunft Lausitz


„Mathias Kloß - Öl&Gut“

 

Für die meisten gehören sie zusammen wie Yin und Yang, schwarz und weiß oder hell und dunkel – die Kartoffel mit Quark und Leinöl. Gourmets wissen dabei ganz genau, Leinöl ist nicht gleich Leinöl und die Unterschiede können nahezu elementar sein. Daher ist ein liebevoll hergestelltes Leinöl, wie das von Mathias Kloß, etwas Besonderes und findet natürlich auch seinen Platz in unseren Geschichten aus dem Gründungszentrum Zukunft Lausitz. 

 

Bitte sei so gut und stelle dich uns kurz vor. 

Mein Name ist Mathias Kloß und ich bin der Mann hinter Öl&Gut. Heißt, ich produziere in erster Linie Leinöl und Schwarzkümmelöl selbst. 

 

Was hat dich zur Gründung eines Unternehmens bewogen? 

Schon bevor ich mich dem Öl verschrieb, war ich selbstständig. Ich hatte eine Werbeagentur und viel zu tun. Allerdings wurde es mir irgendwann lästig, immer nur vor dem Rechner zu sitzen. Daher nahm ich noch die Vermietung von Fotoboxen hinzu. Was aber wiederum dazu führte, dass ich keine Zeit mehr mit der Familie verbrachte. 

Dann war es wohl ein glücklicher Zufall, dass ein damaliger Kunde von mir sein Ölgeschäft aufgab und ich ihm die Ölmühle abkaufen konnte bzw. sie für mich pachtete. So fand ich eine schöne, neue und völlig andere Art der Arbeit. Ich kann meine Kinder öfter sehen und mache etwas Eigenes mit meinen Händen.

 

Welche Stolpersteine musstest du überwinden?

Ehrlich gesagt, war die Gründung an sich für mich leicht. Durch meine Vorerfahrung wusste ich ja bereits eine Menge. 

 

Wie hat dir das Gründungszentrum Zukunft Lausitz geholfen?

Im Gründungszentrum Zukunft Lausitz gab und gibt es auf der einen Seite immer Hilfe und Beratung, wenn es nötig war oder ist. Auf der anderen Seite nutze ich noch heute das Netzwerk und finde auch Unterstützung bei möglichen Förderungen.

 

Was gefällt dir am Gründerdasein?

Mir gefällt das Selbstbestimmte. Außerdem sehe ich auch im Winter Tageslicht. Durch das Aktivunterwegssein, auf Märkten, in der Werkstatt etc. habe ich ein lebendigeres Gefühl. Ich sage, wo es für mich langgeht und bin so mein eigener Glücksschmied. Natürlich ist auch mal etwas Unangenehmes dabei, aber das Leben ist nun mal so. 

 

Hast du Tipps für angehende Gründer?

Grundsätzlich sollte man sich Flexibilität angewöhnen. Klar kann man einiges planen und sollte das auch, aber es kommt immer anders. Darauf muss man reagieren können. Gerade das „Etwashinnehmen“ ist schwer, es muss aber gelernt werden.