Geschichten aus dem Gründungszentrum Zukunft Lausitz


FOLGE 1: „inNoTe – Notfallsimulation & Teamtraining“

In einem Notfall zählt jede Minute. Das ist nicht nur in der Lausitz so. Daher freut es uns als Gründungszentrum Zukunft Lausitz mit tollen Menschen wie Christian Rothbart zu arbeiten. Weshalb jede Hilfe besser ist, als gar nichts zu unternehmen und wie man sich auf den Ernstfall vorbereiten kann, erzählt er in unserer neuen Reihe - Geschichten aus dem Gründungszentrum Zukunft Lausitz.

 

Bitte sei so gut und stelle dich uns kurz vor. Wer bist du, was machst du? Welcher Tätigkeit bist du vor der Gründung nachgegangen?

„inNoTe – Notfallsimulation & Teamtraining“ ist ein noch sehr junges Unternehmen aus der medizinischen Aus- und Fortbildungsbranche. Neben Notfalltrainings für Arztpraxen und Pflegeteams bieten wir auch Reanimationstrainings für „die ganze Familie“ an. Hauptaugenmerk liegt aber beim sogenannten Simulationstraining für Leitstellen, Rettungsdienste und Schockraumteams. Auch Personen aus unternehmerischen Führungskreisen profitieren von unserem Training in „Crew-Ressource-Management“.

Jeder, unabhängig von Erfahrung und Position, macht Fehler – meist jedoch unbewusst. Mehrere Studien belegen inzwischen, dass bis zu 70% aller Fehler im medizinischen Sektor nicht aufgrund mangelnder fachlicher Expertise zustande kamen, sondern die Ursachen im Teamwork zum einen und bei den sogenannten menschlichen Fehlern (human Factors) zum anderen zu finden sind! Fehlerhafte Entscheidungen, Missverständnisse, persönliche Differenzen, unklare Zuständigkeiten und Verwechslungen sind nur einige Punkte, welche man unter dem Begriff der „human Factors“ findet. Unser Training setzt genau an diesen Punkten an, um die Teamperformance zu verbessern. Unsere Mission – mit inNoTe zu mehr Patientensicherheit!

 

Wer steckt dahinter?

Christian Rothbart – Notfallsanitäter & Praxisanleiter. Zuletzt tätig im Rettungsdienst der Stadt Cottbus als Disponent in der Regionalleitstelle für Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastro-phenschutz (Leitstelle Lausitz) und in der zentralen Notaufnahme des Carl-Thiem-Klinikums. Über 15-jährige Erfahrung als Dozent in einer großen Hilfsorganisation.

 

Was hat dich zur Gründung eines Unternehmens bewogen? 

Statistisch gesehen wählt jeder Bürger einmal im Leben die 112. In dieser absoluten Ausnahmesituation erhofft sich der Bürger nicht nur, dass „schnell ein Krankenwagen kommt.“ Vielmehr ist er über jede Hilfe dankbar, die er bekommt. Denn der Krankenwagen ist erst nach circa 8 Minuten vor Ort. Bei einem Herz-Kreislaufstillstand sinkt die Überlebenswahrscheinlichkeit pro Minute um 10% - der Patient ist also auf die Hilfe des Anrufers angewiesen. Doch die Angst, etwas falsch zu machen, ist groß. Das Einzige, was falsch gemacht werden kann, ist nichts zu tun!

 

Welche Stolpersteine musstest du auf dem Gründungsweg überwinden?

Die eigene Mauer im Kopf zu überwinden, jetzt zu gründen. Wenn auch zunächste erstmal im Nebenerwerb.

Wie hat dir das Gründungszentrum Zukunft Lausitz geholfen? Es gab hilfreiche Beratungen und Informationen, insbesondere zu den Angelegenheiten „Recht & Steuern“.

 

Was gefällt dir am Gründerdasein?

Die Verwirklichung der eigenen Ideale, Vorstellungen und Ideen. Und man muss, außer sich selbst, niemandem etwas beweisen.

 

Hast du Tipps für angehende GründerInnen?

Man sollte zwischen Haupt- und Nebenerwerb abwägen– mit all seinem Pro und Kontra. Vielleicht lieber klein starten und langsam mit den Aufgaben wachsen.